Padova

Padova war zuerst alte Stadt der Veneter (auf it. “paleoveneti”) und später römische Stadt unter dem Namen Patavium.  Noch heute sind in ihrem historischen Zentrum viele Spuren ihrer Vergangenheit zu sehen.

 

Im Mittelalter war Padua eine reiche und bevölkerungsreiche Stadt. Mit der Gründung der Universität im Jahr 1222 wurde sie zum kulturellen Zentrum  für viele Studenten aus Nordeuropa, deren Wappen noch heute im alten Hof der Universität und in verschiedenen Räumen zu sehen sind.

 

Hier lehrte der Wissenschaftler und Astronom Galileo Galilei, einer der Begründer der wissenschaftlichen Methode, der in Padua für viele Jahre lebte. Sein Pult wird noch in der “Aula Magna del Bo” aufbewahrt, der alte Sitz der Universitas Patavina.

 

Zwei sind die Bezeichnungen, mit denen Padua am häufigsten genannt wird: "Die Stadt aus dem 14. Jahrhundert” (“La città del Trecento”) und “Die Stadt des Heiligen” ("La città del santo").

 

Die erste Bezeichnung findet ihre Begründung darin, dass Padua die italienische Stadt mit der größten Anzahl von Kapellen ist, die im 14. Jahrhundert mit Fresken versehen wurden, allen voran die Scrovegni-Kapelle, die den einzigen vollständigen Freskenzyklus von Giotto beherbergt.

 

Die zweite Bezeichnung leitet sich von dem Heiligen Antonius von Padua, der eigentlich in Portugal geboren wurde, aber einige Jahre in Padua lebte, predigte und schließlich  im Jahre 1231 starb und begraben wurde.

 

Im Zentrum von Padua befindet sich die “Basilica di Sant’Antonio”, die ihm gewidme ist und fast ein Kunstmuseum mit Werken aus allen Jahrhunderten darstellt. Von Giottos, Alticchieros und Menabuois Fresken, über Donatellos Bronzen bis zu den Fresken von Annigoni können wahre Kunstwerke bewundert werden.

 

Die Flüsse Brenta und Bacchiglione, die durch die Stadt und die Euganeischen Hügel fließen, bilden den Rahmen für ein solches künstlerisches und kulturelles Erbe, das seit Jahrhunderten Touristen und Kunstliebhaber sowie Gläubigen des Heiligen Antonius aus der ganzen Welt zieht.